fbpx

Aufwärterinnen, Narrenmägde und Siechenmütter – Frauen in der Krankenpfl ege der Frühen Neuzeit

Obwohl die Krankenpfl ege in der frühen Neuzeit in der Regel
keine spezifi sch weibliche Arbeit war, spielten Frauen eine
bedeutende Rolle als Angestellte in den Hospitälern. Bis in das
19. Jahrhundert hinein arbeiten sie als Amtsfrauen gemeinsam
mit ihren Ehemännern oder auch alleine in autoritätsträchtigen
Positionen. Nach Eidesleistung verwalteten sie das gesamte Krankenhaus
oder bestimmte Teile davon wie Rezeption, Küche, Kleiderkammer
oder Pfl ege. Sie waren insbesondere zuständig für
Ordnung und Sauberkeit, Fleiß und Sparsamkeit und bewachten
die Keuschheit der weiblichen Insassen. Die Arbeit der Frauen in
diesen Ämtern erlaubte weder ein Familienleben noch ein Privatleben.
Am Ende der Periode, als der allgemeine Prozess der
Professionalisierung ohnehin die Zahl der Schlüsselpositionen
für ungelernte Ehegattinnen reduzierte und als neue Wohnformen
immer beliebter wurden, haben die Ehegattinnen selbst eine
Veränderung initiiert, indem sie ihre Dienste für die Hospitäer
nur noch als bezahlte Angestellte anboten.
Autor/in/nen
Christina Vanja, „Aufwärterinnen“, „Narrenmägde“ and „Siechenmütter“ – Women in Early Modern Nursing,
Title
„Aufwärterinnen“, „Narrenmägde“ and „Siechenmütter“ – Women in Early Modern Nursing
Abstract
Although in the early modern period nursing was not generally a specifi cally female job, women played a notable role as employees in hospitals. Until the nineteenth century, worked as offi cials together with their husbands or independently in positions
E-mail