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Who was who in nursing history: DISSELHOFF, Julius
DISSELHOFF, Julius
Artikel von: Hubert Kolling
Erschienen in Band 5, Seite(n) 48-52.
 

Biographie

Nach dem Tod seiner ersten Ehefrau, Frie­derike Wilhelmine Fliedner (1800-1842) , hatte Theodor Fliedner (1800-1864) , der Begründer der Kaiserwerther Diakonissenanstalt, im Jahre 1843 die Hamburgerin Caro­line Bertheau geheiratet. Nach seinem Tode übernahm sein Schwiegersohn, Pastor Julius Disselhoff, die Leitung und wirkte als Vor­steher an der Seite seiner Schwiegermutter Caroline Fliedner (1811-1892) , die als „Diakonissenmutter“ bis 1883 im Amt ver­blieb.

Julius August Gottfried Disselhoff, wie er mit vollem Taufnamen hieß, erblickte am 24. Oktober 1827 in Soest als Sohn des Steuer- und Zollinspektors Johann Dietrich Disselhoff und seiner Ehefrau Florentine, geborene Küh­nemann, geboren. In den ersten sechs Lebensjahren zog seine Familie wiederholt um, so nach Levern, Preußisch Oldendorf, Ludwigshagen und Gütersloh. Als sein Vater 1834 nach Maxhafen versetzt wurde, kam er in das Haus seines Schwagers, des Kauf­manns Franz Kühnemann in Soest und be­suchte das dortige Gymnasium. 1840 wech­selte er nach Arnsberg, wohin sein Vater wie­derum versetzt worden war. Im Jahre 1846 bestand Julius Disselhoff glänzend die Reife­prüfung; er war der erste seines Gymnasiums, dem die mündliche Prüfung erlassen wurde. Noch im gleichen Jahr begann er an der Uni­versität Halle Philosophie und Literaturge­schichte sowie Theologie zu studieren, wobei er 1848 auch Deputierter der Hallenser zum Eisenacher Studentenparlament und danach Präses der gesamten Halleschen Studenten­schaft war.

Am 1. Februar 1850 trat Julius Disselhoff für ein Jahr in Kaiserswerth als Helfer ein, wobei er hauptsächlich an dem 1864 von Theodor Fliedner herausgegebenen „Märtyrerbuch“ („Kurzes evangelisches Märtyrer-Buch für alle Tage des Jahrs: geordnet nach der evan­gelischen Monatstafel des Kaiserswerther christlichen Volkskalenders; ein Auszug aus dem Buch der Märtyrer und anderer Glau­benszeugen der evangelischen Kirche von den Aposteln bis auf unsere Zeit; mit hundert Ab­bildungen. In zwei Teilen“) und an dem seit 1842 jährlich erscheinenden „Kaiserswerther christlichen Volkskalender. Ein freundlicher Erzähler und Ratgeber für die liebe Christen­heit, herausgegeben zum Besten der Diako­nissen-Anstalt zu Kaiserswerth am Rhein“ arbeitete. Danach absolvierte er in Soest den für die zweite theologische Prüfung vorge­schriebenen, sechswöchigen Besuch eines Lehrerseminars. Über seine Zeit in Kaisers­werth hielt er fest: „Ich habe hier viel gelernt, vornehmlich die Kunst, in dem Heiland stille zu sein. Wenn ich auch immer noch ein schwankender Mensch bin, so bin ich doch in einem Punkte bis zur Beschränktheit ent­schieden geworden, nämlich in dem, alles für Not zu achten gegen die überschwängliche Liebe Jesu Christ. Er selbst helfe meiner Schwachheit auf.“

Nach kurzem Verweilen im Elternhaus ging Disselhoff Anfang Januar 1852 nach Rein­stedt am Harz, wohin ihn Philipp Rathusius als Lehrer seiner Kinder gerufen hatte. Dane­ben hatte er täglich Unterricht im dortigen „Brüderhause“ zu erteilen.

Nachdem er auch die zweite theologische Prüfung „mit bestem Erfolge“ abgelegt hatte, trat Julius Disselhof im Jahre 1853 – mit 26 Jahren – sein erstes Pfarramt in dem Städt­chen Schermbeck bei Wesel an. Er fand dort eine Gemeinde, in der viele Arme für den Winter keinen Verdienst hatten. Disselhoff handelte und eröffnete kurzerhand im Pfarr­haus eine Schuh-, Korb- und Mattenflechterei, um den Leuten zu helfen. Bereits im ersten viertel Jahr seines Wirkens schuf er zudem einen „Kinder-Missionsverein“, ein „Mis­sionslesekränzchen“ sowie „Gebets- und Er­bauungs-Versammlungen“. Dennoch war er nicht sehr glücklich mit seiner Situation. So notierte er in sein Tagebuch: „Was soll ich hier in Schermbeck? Was liegen meine Reime im Schreibpult, und niemand will sie? Warum hat mich Gott mit den Gaben ausgerüstet, die ich besitze, und mich doch hierher gestellt, wo die Kräfte sich nicht entfalten können?“

Zwei Jahre blieb Julius Disselhoff in Scherm­beck. Im Juli 1855 erreichte ihn ein Brief Fliedners, der sich zum Besuch ansagte. Mit den Worten: „Kommen Sie nach Kaisers­werth. Helfen Sie uns in unserer immer größer und wichtiger werdenden Arbeit. Hel­fen Sie mir persönlich. Mein Lungenleiden fängt an, mich zu hemmen“ motivierte ihn Fliedner dazu, in sein Werk einzusteigen. So kam Disselhoff zum zweiten Mal nach Kai­serswerth, wo er nun ununterbrochen 42 Jahre im Diakonissen-Mutterhaus wirken sollte. Nachdem er am 29. November 1855 Louise Fliedner (1830-1916), die älteste Tochter von Theodor und Friederike Fliedner, geheiratet hatte, trat er sein neues Amt an. Seine Ar­beitsbereiche umfassten zunächst die Seel­sorge in der „Heilanstalt für evangelische weibliche Gemütskranke“, den Religionsun­terricht im Waisenhaus und die Seelsorge im Asyl. Seine Tätigkeit veranlasste ihn, sich in das Studium der Geisteskrankheiten zu vertie­fen. Hierbei versuchte er statistisch zu erfas­sen, ob und wie in den einzelnen Ländern für die Schwachsinnigen gesorgt würde. Seine Arbeit “Die gegenwärtige Lage der Cretinen, Blödsinnigen und Idioten in den christlichen Ländern. Ein Noth- und Hülferuf für die Verlassensten unter den Elenden an die deutsche Nation“ mit 170 Seiten gab der Rheinische Provinzialausschuss für Innere Mission im Jahre 1857 herausgab. In ihr deckte Disselhoff die Unzulänglichkeiten der institutionellen Betreuung von Menschen mit geistigen Behinderungen und psychischen Problemen auf und mahnte mit Blick auf den Staat und die Kirchen sowie auf Geistliche und Laien eine Veränderung an.

In den Schlussworten seiner Schrift schreibt er: „Es muß geholfen werden. Die Zahlen, die ich über die Menge der Blöden angeführt habe, schreien um Hilfe. Aber lauter noch schreit die Thatsache, daß es mir trotz aller Mühe bei vielen Ländern und leider auch bei unserem preußischen Vaterlande nicht möglich gewesen ist, weder aus gedruckten noch ungedruckten Quellen, irgendwelche auch nur ungenaue Zahlen anzugeben. Nur durch vergleichende Schlüsse habe ich in diesen Fällen meinen Lesern eine Ahnung von der ungeheuren Not geben können. Es liegt eine furchtbare Anklage in der Entdeckung, daß  der preußische Staat seine Scheunen und Ställe, seine Schafe und Rinder, nur nicht seine blödsinnigen Kinder kennt! – Es kann geholfen werden. Das zeigen die angeführten Beispiele der in bildungsfähigem Alter in Pflege genommenen Blödsinnigen, die zu brauchbaren Menschen geworden sind. Wer soll helfen? Jeder, der die Not der Blödsinnigen angesehen hat, – er sei, wer er wolle, Staat oder Kirche, Regierung oder Provinzialstände. Katholik oder Protestant, Geistlicher oder Laie, Arzt oder Pädagog[e], Gelehrte oder Ungelehrte. Vor allem aber: Pietisten, es gilt die Ehre eures Meisters!“

Dieser Impuls fiel auf einen fruchtbaren Boden, so dass es in den folgenden Jahren gerade auch im Arbeitszusammenhang der Inneren Mission zur Gründung zahlreicher Einrichtungen für Menschen mit geistigen Behinderungen, wie beispielsweise der An­stalt Hephata in Mönchen-Gladbach, kam. Julius Disselhoff wurde, wie es Anna Sticker (1902-1995)  einmal formulierte, „der Herold der deutschen Schwachsinnigenfür­sorge“.

In den darauffolgenden Jahren übernahm Ju­lius Disselhoff dann aufgrund des sich zu­nehmend verschlechternden Gesundheitszu­standes seines Schwiegervaters immer mehr Aufgaben. So war er von 1860 an alleiniger Herausgeber der Schrift „Der Armen- und Krankenfreund, eine Zeitschrift für die weib­liche Diakonie der evangelischen Kirche“, dem „Organ der zur Kaiserswerther General­konferenz verbundenen Diakonissen-Mutter­häuser“, und Verfasser der Jahresberichte des Kaiserswerther Mutterhauses.

Nachdem Julius Disselhoff im Herbst 1859 vier Diakonissen nach Bukarest geleitet und in die dort von Kaiserswerth übernommene Unterrichts- und Erziehungsarbeit eingeführt hatte, es war die erste Station, die er selbstän­dig eröffnete, besuchte er 1860 in Italien Flo­renz, um im Auftrag von Fliedner eine von diesem geplante Schule und Erziehungsanstalt für Mädchen zu eröffnen. Kaum in die Hei­mat zurückgekehrt, reiste er Anfang Novem­ber 1860 mit mehreren Diakonissen in den Libanon, um in Beirut und Saida zwei Not­krankenhäuser, ein Waisenhaus und ein Wit­wenheim zu eröffnen. Anschließend besuchte er in Fliedners Auftrag auch die Schwestern in Alexandrien, Kairo und Jerusalem. Im April 1861 kehrte Disselhoff nach Hause zu­rück. Vier weitere Orientreisen unternahm er, und zwar in den Jahren 1866, 1871, 1873 und 1884, worüber er in dem von der Diakonis­sen-Anstalt zu Kaiserswerth herausgegebenen „Jahrbuch für christliche Unterhaltung“ 1890 und 1891 unter der Überschrift „Fünfmal auf biblischem Boden“ anschaulich berichtete.

Nach Fliedners Tod am 4. Oktober 1864 wurde Julius Disselhoff am 19. April 1865 zu seinem Nachfolger als Vorsteher der Diako­nissenanstalt Kaiserswerth gewählt und am 14. Juli 1865 in sein Amt eingeführt. Er ver­stand sich mehr als Verwalter des Fliedner­schen Erbes und nicht als Gestalter. Seine Antrittspredigt hatte den Leitsatz „Mein stol­zes Herz hat´s nie begehrt“. Die Leitung und die damit verbundene Verantwortung be­drückten ihn, zumal er seine geliebte Dicht­kunst nun endgültig aufgeben musste: „In diesem Amte werde ich immer fort und fort des Tages Last und Hitze tragen müssen, in diesem Amte einst zur Ruhe kommen, leben auf Fliedners Studierzimmer, heimgehen auf seiner Sterbe- und Siegeskammer, wenn’s Gott also gefällt.“ Und 1867 schrieb er in sein Tagebuch: „Ich habe nicht in das Amt ge­wollt, in das ich hineingeführt bin. [...] Seine Fußstapfen in meinem letzten Lebensjahre, auf der Reise im Orient und bei meinem Weilen hier, triefen vom Fette. Er sammelt feurige Kohlen auf meinem Haupte.“

Seine literarischen Ambitionen ließen ihn nicht los. Angesichts der Wahl zum Leiter der Diakonissenanstalt schrieb er am 19. April 1865 in sein Tagebuch: „Wies Gott mit mei­ner Poesie machen wird, ist ihm anheim ge­stellt. Sie war mein einziges und geliebtes Schoßkind, mein Isaak. Sie ist von meiner eigenen Hand dem geopfert, der auch seines eingeborenen Sohnes nicht verschont hat, sondern hat ihm auch für mich dahin gegeben. Werde ich sie, wie Abraham sein Kind, gleichsam aus den Toten neu verklärt, wieder nehmen.“

Nach Ansicht von Jutta Schmidt (1998) war Julius Disselhoff „unsicher und trauerte den anderen Möglichkeiten seines Lebens nach.“ In ihrem Buch „Beruf: Schwester. Mutter­hausdiakonie im 19. Jahrhundert“ schreibt sie über Disselhoff: „Die Diakonissenarbeit musste er sich erst zu Eigen machen. Die autobiographischen Quellen zu seinem Amts­antritt übermitteln Motive der Prophetenbe­rufung. Der von Gott gerufene wehrt sich ge­gen seine Berufung. Nicht zuletzt dürfte die Anwesenheit der großen Familie Fliedner, die das Erbe von Vater und Müttern weitertrug, die Entfaltung eigener Ansätze mehr ge­hemmt als gefördert haben. Disselhoff redete als Schwiegersohn Theodor Fliedner als Vater, Caroline Fliedner als Mutter an.“

Erwähnenswert ist, dass Julius Disselhoff wiederholt Kaiserswerther Diakonissen auf mehrere Schlachtfelder zur Lazarettpflege führte, so 1864 nach Holstein und Schleswig, 1866 nach Böhmen und 1870/71 nach Frank­reich. Während noch im badischen Feldzug 1849 die Hilfe der Diakonissen in den Laza­retten „fast verächtlich abgewiesen“ worden war, hatte das Kriegsministerium in Berlin nun das Angebot von Disselhoff, Diakonissen zur Kriegskrankenpflege zur Verfügung zu stellen, „hocherfreut“ angenommen. Allein im deutsch-französischen Krieg waren 220 Kaiserswerther Schwestern in Kriegslazaret­ten im Einsatz.

Die Kaiserswerther Diakonisse Adelheid Louise Bandau (1847-1920)  war 1876 aus dem Mutterhaus ausgetreten und veröf­fentlichte 1881 das Buch „Zwölf Jahre als Diakonissin“, in dem sie die „kleinen Fehler und Schwächen“ ihrer Diakonissenanstalt mit schonungsloser Hand aufdeckte und an die Öffentlichkeit brachte. Als sie 1895 wieder in die Schwesternschaft eintreten wollte, erteilte ihr Julius Disselhof eine Absage, weil sie „in­zwischen zu alt“ sei, um sich erneut in die Gemeinschaft einzufügen.

Abgesehen von den Kaiserwerther Zeit­schriften und regelmäßig erscheinenden Be­richten verfasste Julius Disselhoff, der auch 30 Jahre lang Vorsitzender der „Generalkon­ferenz der Diakonissenhäuser“ war, an die zwanzig selbständige Arbeiten, von denen allein das „Jubelbüchlein zu Dr. Martin Luthers 400-jährigem Geburtstage, in Wort und Bild, für Alt und Jung“ (1883) eine Auf­lage von über 900.000 Stück erreichte. Im Hinblick auf die Diakonie beziehungsweise Krankenpflege verdienen vor allem sein „Ab­riß einer Geschichte des Diakonissen-Werkes in neuerer Zeit“ (1860), der Beitrag „Aus der vierzigjährigen Geschichte des Kaiserswer­ther Diakonissen-Hauses“ (1877), „Die weib­liche Diakonie, eine Tochter der Predigt von der freien Gnade, keine Nachahmung römisch-katholischer Institutionen“ (1883), „Jubilate! Denkschrift zur Jubelfeier der Er­neuerung des apostolischen Diakonissen-Amtes“ (1886), „Das Diakonissen-Mutterhaus zu Kaiserswerth am Rhein und seine Tochter­häuser“ (1892), seine „Pastoralbriefe an meine lieben Diakonissen“ (1895) sowie sein „Wegweiser für Diakonissen in und nach der Rüstzeit“ (1895) besondere Beachtung.

Wenngleich ihm die Bonner Theologische Fakultät zum Ehrendoktor ernannte, wurde Julius Disselhoff von den Zeitgenossen und der Nachwelt nicht nur dankbares Lob und Vertrauen entgegengebracht, sondern auch starke Ablehnung, vor allem wegen seiner gefürchteten Wahrheitsliebe. Auch wirkte er äußerlich oft rau und schroff. In seinem Tagebuch schrieb er hierzu selbstreflektie­rend: „Ich muß das Urteil leiden, daß ich teil­nahmlos, kalt, eckig und kantig, ein Knorren und Knoben sei.“ Aber das war nur die äußere Schale einer weichen und empfindlichen, wie er weiter notiert, „berührungsscheuen Schneckenhaftigkeit“, die ihn vor allem in jüngeren Jahren menschenscheu und unbehol­fen erscheinen ließ.

Obwohl seine schwere Kurzsichtigkeit immer mehr zunahm, bis er die letzten vier Jahre seines Lebens völlig blind war, konnte Julius Disselhoff aufgrund seines ungewöhnlichen Gedächtnises und Dank treuer Mitarbeiter sein Amt in vollem Umfang ausüben. „Die Zeit ist gekommen, wo die Kräfte schwinden. Wie bald wird das irdische Haus dieser Hütte zerbrochen werden“, schrieb er in der Kar­woche 1895 seinen Diakonissen. Ein Jahr noch sollte er sein Amt bekleiden. Am Kar­freitag, den 3. April 1896, hielt er seine letzte Predigt. Während seines Sommerurlaubs starb Julius Disselhoff am 14. Juli 1896 im Forst­haus Thiergarten im Soonwald bei Simmern. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Fried­hof außerhalb von Kaiserswerth. Als er die Leitung der Anstalt übernahm, arbeiteten auf 115 Stationen 327 Kaiserswerther Schwes­tern, bei seinem Tode waren es 953 Schwes­tern auf 230 Stationen.


Literatur

Hauck, Alfred (Hrsg.): Realencycklopädie für pro­testantische Theologie und Kirche. Begründet von J. J. Herzog. Unter Mitwirkung vieler Theo­logen und anderen Gelehrten. Band 23, Nach­träge A-K. Dritte Auflage. Hinrichs. Leipzig 1913.

Disselhoff, Deodat: Julius Disselhoff, Leiter der Kaiserswerther Diakonissenanstalt (Jahrbuch für christliche Unterhaltung. Herausgegeben von der Diakonissen-Anstalt zu Kaiserswerth für das Jahr 1899). Verlag der Diakonissen-Anstalt. Kaiserswerth 1899.

Disselhoff, [Deodat]: Das erste Jahrzehnt des Rheinisch-Westfälischen Diakonissen-Vereins. 1836-1846. Nach den Akten dargestellt. In: Armen- und Krankenfreund, 63. Jg., 1911, Seite 223-269.

Disselhoff, Julius: Die gegenwärtige Lage der Cretinen, Blödsinnigen und Idioten in den christ­lichen Ländern. Ein Noth- und Hülferuf für die Verlassensten unter den Elenden an die deutsche Nation. Marcus Verlag. Bonn 1857.

Disselhoff, J[ulius]: Abriß einer Geschichte des Diakonissen-Werkes in neuerer Zeit. In: Jahr­buch des rheinisch-westfälischen Schriftenver­eins, enthaltend Altes und Neues aus der Arbeit für das Reich Gottes, insbesondere aus und für Rheinland und Westfalen. Herausgegeben von F. Meyeringh. Evangelischer Schriftenverein für Rheinland und Westfalen. Marcus Verlag. Bonn 1860.

Disselhoff, Julius: Christentum und Kultur. Vor­trag. Perthes. Gotha 1869.

Disselhoff, Julius: Das Diakonissen-Amt in der evangelischen Kirche. Ein Vortrag auf Veranlas­sung des Evangelischen Vereins für kirchliche Zwecke, am 21. Februar 1870 gehalten. Beck. Berlin 1870.

Disselhoff, Julius: Das ev[angelische] Pfarramt und die Diakonissensache. Vortrag auf der Berli­ner Pastoral-Conferenz. In: Armen- und Kran­kenfreund, 26. Jg., 1874, Heft 7-8, Seite 100-126.

[Disselhoff, Julius]: Aus der vierzigjährigen Ge­schichte des Kaiserswerther Diakonissen-Hauses. Verlag der Diakonissen-Anstalt. Kaiserswerth 1877.

Disselhoff, Julius: Die weibliche Diakonie, eine Tochter der Predigt von der freien Gnade, keine Nachahmung römisch-katholischer Institutionen. Vortrag auf dem Lutherfest zu Wittenberg 1883. Diakonissenhaus. Kaiserswerth am Rhein [1883].

Disselhoff, Julius: Jubelbüchlein zu Dr. Martin Luthers 400-jährigem Geburtstage, in Wort und Bild, für Alt und Jung. Verlag der Diakonissen­anstalt. Kaiserswerth 1883 (Neu durchgesehen von Dr. Buchwald. 29. Auflage. Verlag der Buch­handlung der Dikonissenanstalt. Kaiserswerth 1929).

Disselhoff, Julius: Aus den Pastoral-Briefen an meine lieben Diakonissen, Erste bis Dritte Reihe. Verlag der Diakonissen-Anstalt. Kaiserswerth [1895] (1. Gesamtausgabe in einem Bande. Verlag der Buchhandlung der Diakonissen­anstalt. Düsseldorf [1936]).

Disselhoff, Julius: Pastor Julius Disselhoff zum Gedächtnis. Verlag der Diakonissen-Anstalt. Kaiserswerth 1896.

Disselhoff, Julius: Das Diakonissen-Mutterhaus zu Kaiserswerth am Rhein und seine Tochter­häuser. Neue Ausgabe nach dem Stande von 1903. Verlag der Diakonissen-Anstalt. Kaisers­werth 1903.

Disselhoff, Julius: Jubilate! Denkschrift zur Jubel­feier der Erneuerung des apostolischen Diako­nissen-Amtes.Aus Anlaß der 75-jährigen Wirk­samkeit des Diakonissen-Mutterhauses zu Kai­serswerth am Rhein. Durchgesehen nach dem Stande von 1911 neu herausgegeben von Johannes Stursberg. Verlag der Diakonissen-Anstalt. Kaiserswerth 1911.

Disselhoff, Julius: Wegweiser für Diakonissen in und nach der Rüstzeit. Verlag der Diakonissen-Anstalt. Kaiserswerth 1895 (26. Auflage 1926).

Disselhoff, Julius: Zur 100. Wiederkehr seines Geburtstages 24. Oktober 1927. Tagebuch 1853-1872. Fritz. Düsseldorf [1927].

Disselhoff, Julius: Hubert Jahre Diakonissen-Mutterhaus. Ein Rückblick auf 10 Jahrzehnte Kaiserswerther Anstalts-Chronik. Verlag der Buchhandlung der Diakonissen-Anstalt. Düssel­dorf [1936].

Disselhoff, Luise: Rede am Sarge von Frau Pastor Julius Disseldorf, geborene Luise Fliedner. Voß. Düsseldorf 1916.

Röper, Ursula / Jüllig, Carola (Hrsg.): Die Macht der Nächstenliebe. Einhundertfünfzig Jahre In­nere Mission und Diakonie 1848-1998. Im Auf­trag des Deutschen Historischen Museums und des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland herausgegeben. Jovis Verlagsbüro. Berlin 1998.

Schmidt, Jutta: Beruf Schwester. Mutterhaus­diakonie im 19. Jahrhundert (Reihe „Geschichte und Geschlechter“, Band 24). Campus. Frankfurt am Main, New York 1998, Seite 145-149.

Sticker, Anna: Julius Disselhoff. In: Hand am Pflug. Mitteilungsblatt der Inneren Mission und des Evangelischen Hilfswerks Nordwest­deutscher Landeskirchen / Landesverband der Inneren Mission Westfalen. Landesverband der Inneren Mission Westfalen. Münster 1963, Nr. 6, Seite 25-27.

Sticker, Anna: Julius Disselhoff – Herold der Schwachsinnigen. In: Hand am Pflug. Mittei­lungsblatt der Inneren Mission und des Evange­lischen Hilfswerks Nordwestdeutscher Landes­kirchen / Landesverband der Inneren Mission Westfalen. Landesverband der Inneren Mission Westfalen. Münster 1964, Nr. 1, Seite 29-31.

www.diakko-online.de [09.11.2004].

www.hephata-mg.de [09.11.2004].

Bildquelle: www.hephata-mg.de.

DISSELHOFF, Julius

Version vom: 
2014-02-20

Zitation

Hubert Kolling. (Hrsg.): 

Kolling, H., Beitrag von Hubert Kolling, in: Biographisches Lexikon zur Pflegegeschichte. Who was who in Nursing history. Band 5. hpsmedia, 2014. S. 48-52

Onlinezitation

 
Permalink:
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